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Häufige Fragen

Kompakte Antworten auf die Fragen, die vor dem Kauf einer Espressomaschine am häufigsten gestellt werden – sortiert nach Themenbereich.

Bei einer Siebträgermaschine mahlen, dosieren und tampern Sie selbst und schäumen die Milch an der Dampflanze auf. Ein Kaffeevollautomat übernimmt Mahlen, Dosieren und Brühen auf Knopfdruck und spült sich bei den meisten Modellen beim Ein- und Ausschalten selbst; ein automatisches Milchsystem für Milchgetränke haben nicht alle Geräte. Der Siebträger gibt Ihnen mehr Einfluss auf das Ergebnis und verlangt dafür Übung und ein paar Minuten pro Tasse. Welche Bauart zu Ihnen passt, lässt sich im Vergleich filtern.

Nur bei einer Siebträgermaschine ohne eigenes Mahlwerk. Dann ist die Mühle kein Zubehör, sondern der zweite Teil der Anschaffung – und sie sollte einen nennenswerten Anteil des Budgets bekommen. Siebträger mit integriertem Mahlwerk und Kaffeevollautomaten mahlen die Bohnen selbst. Vorgemahlener Kaffee funktioniert am Siebträger nur eingeschränkt, weil sich der Mahlgrad dann nicht mehr an die Bohne anpassen lässt.

Ja. Ein Vollautomat mahlt frisch und presst heißes Wasser mit Druck durch das Kaffeemehl – das ist dieselbe Zubereitung wie am Siebträger. Was fehlt, ist der Zugriff auf Dosierung und Anpressdruck: Die Brühgruppe arbeitet mit einer festen Menge, Sie steuern Mahlgrad, Kaffeestärke und Wassermenge. Wer daran feilen möchte, ist mit einem Siebträger besser bedient.

Die Breite reicht in diesem Vergleich von rund 14 bis 48 cm, unabhängig von der Bauart. Rechnen Sie zusätzlich mit etwa 40 cm Tiefe und mit Luft nach oben, weil sich Wassertank und Bohnenbehälter bei vielen Geräten von oben füllen lassen. Die Maße stehen bei den meisten Geräten unter der Ausstattung auf der jeweiligen Produktseite, erreichbar über den Vergleich.

Die drei Werte beantworten unterschiedliche Fragen und schließen sich nicht gegenseitig aus. „Einstieg“ meint wenig Vorerfahrung mit Siebträger-Espresso, unabhängig davon, wie viele Personen mittrinken. „Haushalt“ meint den durchschnittlichen Verbrauch von ein bis zwei Personen. „Vielnutzer“ meint mehrere Bezüge am Stück oder am Tag, etwa im Büro oder bei Besuch. Ein Anfänger im Zweipersonenhaushalt passt auf zwei dieser Werte zugleich – filtern Sie dann im Vergleich nach dem, der Ihnen wichtiger ist, oder lassen Sie den Filter leer und vergleichen Sie ohne Vorauswahl.

Am Sieb genügen 9 bar – das ist der Druck, bei dem Espresso extrahiert wird. Die Angaben von 15 bar oder 20 bar auf dem Datenblatt beschreiben den maximalen Pumpendruck, nicht den Druck an der Brühgruppe; ein Ventil senkt ihn davor ab. Eine Maschine mit 20 bar brüht deshalb nicht kräftiger als eine mit 15 bar.

Ein Einkreiser hat einen Boiler für Brühwasser und Dampf und braucht zwischen beiden Aufgaben eine Umschaltpause. Ein Zweikreiser entnimmt Brühwasser und Dampf demselben Kessel über zwei getrennte Kreisläufe und kann beides gleichzeitig. Ein Thermoblock erhitzt das Wasser im Durchlauf, statt es vorzuhalten: schnell betriebsbereit, dafür empfindlicher bei mehreren Bezügen hintereinander.

Ein Dualboiler heizt Brühwasser und Dampf in zwei getrennten Kesseln. Sie können beziehen und aufschäumen, ohne dazwischen zu warten – das lohnt sich, wenn mehrere Milchgetränke direkt nacheinander entstehen. Für ein bis zwei Tassen am Tag genügt ein Einkreiser oder eine Thermoblock-Maschine; der Aufpreis bezahlt dann eine Pause, die Sie ohnehin machen.

Thermoblock-Geräte sind laut Datenblatt teils in unter einer Minute betriebsbereit. Maschinen mit Boiler brauchen länger und liefern erst dann eine stabile Temperatur, wenn auch Brühgruppe und Siebträger warm sind – dafür sollten Sie einige Minuten einplanen. Tasse und Siebträger mit heißem Wasser vorzuwärmen gehört zur Zubereitung dazu, sonst kühlt der Espresso auf dem Weg in die Tasse ab.

Espressoröstungen: dunkler und länger geröstet als Filterkaffee, dadurch weniger säurebetont und mit stabilerer Crema. Achten Sie auf das Röstdatum – Bohnen brauchen nach der Röstung einige Tage Ruhe und verlieren nach einigen Wochen an Aroma. Kaufen Sie ganze Bohnen in kleinen Mengen statt eines Halbjahresvorrats.

Meist ist der Mahlgrad zu grob. Stellen Sie ihn eine Stufe feiner und ändern Sie jeweils nur eine Größe, sonst wissen Sie hinterher nicht, was gewirkt hat. Weitere Ursachen sind zu wenig Kaffeemehl im Sieb und ungleichmäßig verdichtetes Mehl, bei dem sich das Wasser einen Kanal sucht. Als Anhalt gelten rund 25 bis 30 Sekunden Brühzeit für einen doppelten Espresso. Der ganze Ablauf vom Mahlgrad bis zur Tasse steht im Ratgeber zum Espresso zubereiten.

Für ein Einzelsieb sind 7 bis 9 g üblich, für ein Doppelsieb 14 bis 18 g. Maßgeblich ist die Angabe des Herstellers zum jeweiligen Siebeinsatz, denn die Siebe unterscheiden sich in Tiefe und Fassungsvermögen. Wiegen Sie die Menge anfangs ab; der Dosierlöffel im Lieferumfang ist ein grober Anhalt, keine Waage.

Nehmen Sie kalte Milch und ein Kännchen, das Sie höchstens zu einem Drittel füllen. Ziehen Sie zuerst wenige Sekunden Luft ein, halten Sie die Lanze dann tiefer und lassen Sie die Milch rotieren, bis das Kännchen zu warm zum Anfassen wird. Wischen Sie die Lanze anschließend ab und blasen Sie sie kurz frei, sonst trocknet Milch in der Düse ein. Automatische Milchsysteme nehmen Ihnen diesen Schritt ab. Die einzelnen Schritte mit Beispielen stehen im Ratgeber zum Espresso zubereiten.

Das hängt an der Wasserhärte und an der Zahl der Bezüge, nicht am Kalender. Viele Geräte melden den Termin selbst und leiten ihn aus dem eingestellten Wasserhärtegrad ab – stellen Sie diesen Wert nach dem Auspacken einmal richtig ein. Schieben Sie die Meldung nicht auf: Kalk setzt sich im Heizsystem ab und ist ein häufiger Grund dafür, dass eine Maschine an Leistung verliert.

Angenehm sind etwa 4 bis 8 °dH. Darüber verkalkt die Maschine schneller, und der Geschmack leidet, weil zu viele Mineralien die Extraktion überdecken. Ihren Wert nennt Ihnen der örtliche Wasserversorger; liegt er deutlich höher, ist ein Wasserfilter der bequemere Weg als häufiges Entkalken.

Bei Geräten mit entnehmbarer Brühgruppe genügt es, sie einmal pro Woche herauszunehmen und unter fließendem warmem Wasser abzuspülen – ohne Spülmittel, weil Reste den Geschmack übernehmen. Milchsysteme brauchen dagegen tägliche Aufmerksamkeit, sonst setzen sich Milchreste in den Kanälen fest. Abtropfschale und Satzbehälter leeren Sie, sobald das Gerät es meldet.

Nicht selbstverständlich. Mehrere Geräte in diesem Vergleich sind laut Datenblatt ausdrücklich nicht spülmaschinenfest, während einzelne Milchsysteme aus zwei spülmaschinenfesten Teilen bestehen. Wenn Ihnen der tägliche Aufwand wichtig ist, prüfen Sie diese Angabe vor dem Kauf; sie steht, wo der Hersteller sie ausweist, unter der Ausstattung auf der jeweiligen Produktseite, erreichbar über den Vergleich.

Den größten Posten machen die Bohnen aus, nicht das Gerät: Bei zwei einfachen Bezügen am Tag kommen im Jahr rund 6 kg zusammen. Dazu kommen Entkalker, je nach Gerät Wasserfilter und bei Kaffeevollautomaten Mittel für die Reinigung des Milchsystems. Ein festes Jahresbudget lässt sich daraus nicht ableiten, weil Bohnenpreis und Wasserhärte den Unterschied machen.

Bei hartem Wasser ja: Der Filter nimmt einen Teil der Härtebildner heraus, die Maschine verkalkt langsamer und Sie entkalken seltener. Bei weichem Wasser bringt er wenig und kostet trotzdem regelmäßig Geld für Ersatzpatronen. Ob und in welcher Bauart ein Gerät einen Filter vorsieht, steht – sofern bekannt – unter der Ausstattung auf der jeweiligen Produktseite, erreichbar über den Vergleich; bei den meisten der hier verglichenen Geräte liegt dazu keine Herstellerangabe vor.

Das entscheidet weniger die Bauart als die Pflege: Regelmäßiges Entkalken und ein sauberes Brühsystem verlängern die Lebensdauer erheblich. Wichtiger als eine Jahreszahl ist die Frage nach Ersatzteilen – Geräte mit Brühgruppe aus Metall und verbreiteten Bauteilen lassen sich meist länger instand halten als solche mit verklebtem Innenleben. Was die ausgewerteten Rezensionen zur Haltbarkeit sagen, steht bei jedem Gerät in der Einschätzung auf der jeweiligen Produktseite, erreichbar über den Vergleich.