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Was macht gute Kaffeebohnen aus?


Espressomaschine gekauft – was nun?

Diese Frage stellen sich einige Neueinsteiger nach dem Kauf ihrer Espressomaschine. Zwar besitzt man jetzt das gewünschte Gerät, jedoch ist damit noch lange nicht ein einmaliges Kaffeeerlebnis gewährleistet. Neben einer guten Espressomaschine mit ausreichendem Brühdruck und sauberer Verarbeitung hochwertiger Materialien sind vor allem die verwendeten Kaffeebohnen ausschlaggebend für den optimalen Espresso. Deshalb werden wir von espressomaschinen-ratgeber.de Dir im Folgenden das Thema Kaffeebohnen näherbringen. Außerdem versuchen wir Dir Antworten auf Fragen, wie „Was macht eine gute Kaffeebohne aus?“ oder „Gibt es sowas wie die beste Kaffeebohne überhaupt?“, zu geben.


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Gute Kaffeebohnen

Die zwei „großen“ Sorten

Zu Beginn solltest Du wissen, dass Kaffeeexperten zwischen zwei großen Kaffeesorten unterscheiden, der Arabica-Bohne und der Robusta-Bohne. Die Arabica-Bohne ist dabei vor allem im Hochland anzutreffen und gilt als sehr aromatisch. Dabei hängt das Aroma jedoch von dem jeweiligen Anbaugebiet, dem dort vorherrschenden Klima und natürlich auch von der späteren Verarbeitung ab. Nun sollte es Dir auch leichter fallen, zu verstehen, warum sehr häufig mit dem Begriff „Arabica“ geworben wird. Dieser steht nämlich für besonders gutes Aroma, wenn es nach Werbetextern geht. Aber wie bei allen anderen Dingen auch, gibt es immer ein paar „schwarze Schafe“, welche geschmacklich nicht überzeugen können. Merke Dir deshalb: Arabica ist nicht immer mit gutem Kaffee gleichzusetzen. Häufig wird dieser Begriff nur aus Werbezwecken verwendet, um qualitativ minderwertigen Kaffee teurer zu verkaufen.
Die Robusta-Bohne hingegen ist weniger „anspruchsvoll“. Diese wächst unabhängig von Terrain, Wetter oder Höhe nahezu gleich gut. Dafür ist diese aber nicht so aromatisch wie die Arabica-Bohne. Dennoch ist die Robusta-Bohne vor allem bei Espressotrinkern beliebt, da diese zu einer guten Crema verhilft.


Worauf solltest Du beim Kauf achten?

Beste Kaffeebohnen Test

Da Du nun weißt, dass man zwischen zwei großen Sorten unterscheidet, werden wir nachfolgend erläutern worauf Du beim Kauf der Bohnen achten solltest, damit Du möglichst gute Kaffeebohnen erwirbst, die Dich geschmacklich überzeugen können. Wie Du ja bereits erfahren hast, gelten Arabica-Bohnen als aromatischer im Vergleich zu Robusta-Bohnen. Deshalb solltest Du beim Kauf darauf achten, dass es sich um Arabica-Bohnen handelt, wenn Du einen aromatischen Espresso haben willst. Ist Dir gleichzeitig noch eine gute Crema wichtig, solltest Du eine Mischung aus Arabica- und Robusta-Bohnen in Erwägung ziehen. Allgemein kann man sagen, dass es von beiden Sorten gute Kaffeebohnen im Handel gibt, es kommt lediglich darauf an, welche Prioritäten Du Dir gesetzt hast. Ist dir eine gute Crema wichtiger als ein sehr aromatischer Geschmack oder andersherum? Am Ende liegt es an Deinen persönlichen Präferenzen oder der Deiner Gäste. Neben der Wahl der Sorte solltest Du auch auf Folgendes achten, um am Ende gute Kaffeebohnen zu erwerben!

Die Frische der Kaffeebohnen

Kaffee ist wie eine Birne ein Naturprodukt. Das hat zur Folge, dass mit voranschreitender Zeit die Frische des Produktes immer weiter abnimmt. Bei einer Birne ist das für jeden Laien leicht zu erkennen, bei Kaffeebohnen jedoch nicht. Diese verlieren mit der Zeit immer mehr Aromen verändern sich jedoch optisch nicht. Grundsätzlich kann Folgende Faustregel angewendet werden: Das Aroma ist in dem Zeitraum von ca. zwei Wochen bis drei Monaten nach der Röstung am besten. Im ungerösteten Zustand sind gute Kaffeebohnen lange haltbar (ca. 1-2 Jahre!). Nach der Röstung beginnen sich jedoch die Aromen aufgrund von Kohlenstoffdioxid-Ausfluss aus der Bohne zu verflüchtigen. Des Weiteren werden die in der Kaffeebohne enthaltenen Öle und Fette mit der Zeit ranzig (genau wie dies bei handelsüblicher Butter auch der Fall ist). Um nun herausfinden zu können wie alt die Kaffeebohnen, die Du erwerben willst, sind, kannst Du vom Mindesthaltbarkeitsdatum ausgehend, welches meist 24 Monate beträgt, auf das „Röstdatum“ zurückrechnen. Liegt dies nicht länger als drei Monate zurück, weißt Du, dass die Bohnen noch frisch sind und hast somit ein Indiz für gute Kaffeebohnen. Zu empfehlen ist dazu, Deine Kaffeebohnen bei kleineren Röstereien zu erwerben, da diese sehr häufig frischer sind als gute Kaffeebohnen aus dem Supermarkt. Des Weiteren unterstützt Du dadurch kleinere Unternehmen.


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Ein geringer Schädlingsbefall

Da Kaffeebohnen in freier Natur angebaut werden, kann es wie bei anderen Früchten auch zu Schädlingsbefall kommen. Kleinerer Schädlingsbefall ist vollkommen natürlich, kommt es jedoch häufiger zu diesem, spricht das nicht unbedingt für eine gute Qualität der Bohnen. Schädlingsbefall kannst Du daran erkennen, dass die Kaffeebohnen kleine runde Löcher besitzen, welche dort von Insekten verursacht wurden, indem diese sich in die Frucht „reingefressen“ haben. Häufen sich Kaffeebohnen mit solchen Stellen ist dies ein Zeichen dafür, dass es entweder einen starken Schädlingsbefall gab oder die befallenen Kaffeebohnen nicht sorgfältig aussortiert wurden. Deshalb ist von solchen Kaffeebohnen abzuraten und ein Indiz für schlechte Kaffeebohnen. Jedoch kann auch bei guten Kaffeebohnen der Fall eintreten, dass wenige Kaffeebohnen einer Packung solche „Biss-Stellen“ aufweisen, das sollte Dich jedoch nicht weiter verunsichern, wenn der Kaffee sonst in einem einwandfreien Zustand ist.

Zerbrochene Bohnen

Häufen sich zerbrochene Bohnen, in der von Dir gewählten Kaffeepackung, kann dies ein Zeichen für eine schlechte Erntemethode sein. Bei guten Kaffeebohnen sollte jede einzelne Kaffeekirsche (diese enthält die Kaffeebohnen) einzeln geerntet werden. Dies gewährleistet eine einwandfreie Qualität. Billigere Kaffeebohnen werden jedoch häufig maschinell geerntet und anschließend in große Container geschüttet. Dies führt dazu, dass die Bohnen brechen. Zwar brechen einige Bohnen auch durch den Transport nach der Röstung, dies hat aber keinen Einfluss mehr auf das „Röstergebnis“, da die Röstung bereits vorangegangen ist. Sollten also nur wenige Kaffeebohnen in Deiner Packung zerbrochen sein, kann dies auch durch den Transport zu Dir nach Hause geschehen sein. Häufen sich jedoch zerbrochene Bohnen kann dies ein Zeichen minderer Qualität sein und Du solltest Dich auf die Suche nach guten Kaffeebohnen machen.

Keine weiteren Aromen

Dieser Punkt ist so simpel wie er klingt. Gute Kaffeebohnen zeichnen sich dadurch aus, dass keine weiteren Stoffe zugesetzt werden, die das Aroma der Bohne verfälschen. Billigen Kaffeebohnen werden häufig Stoffe wie Karamell oder Maltodextrin zugesetzt, welche den Geschmack der Bohne beeinflussen. Dies wird durchgeführt, da billige Bohnen häufig viel zu heiß und kurz geröstet werden und somit mehr Bitterstoffe vorhanden bleiben als bei guten Kaffeebohnen. Des Weiteren werden Säuren nicht so gut abgebaut, was dazu führt, dass der Geschmack des Kaffees bitterer und säuerlicher ist als bei guten Kaffeebohnen. Gute Kaffeebohnen werden deshalb bei weniger Hitze und dafür länger geröstet, was zu einem besseren Endergebnis führt.

Art der Röstung

Wie oben bereits kurz erwähnt ist die Art der Röstung maßgeblich an dem Geschmack der Bohne beteiligt. Diese findet bei guten Kaffeebohnen häufig in einem sogenannten Trommelröster statt. Hierbei werden die Bohnen in eine Trommel gegeben, welche sich über einem Gasbrenner dreht. Dadurch werden die Bohnen sowohl durch den Kontakt mit der heißen Trommelwand als auch durch die in der Trommel entstehenden heißen Luft erhitzt. Diese Methode schont die Bohne und fördert die Entstehung von vielfältigen Aromen. Eine gute Kaffeebohne wird lange und bei nicht allzu hoher Temperatur geröstet. Billigere Vertreter werden häufig kurz und dafür bei höherer Temperatur geröstet.

Dies sind einige Punkte die Du beim Kauf Deiner Kaffeebohnen beachten solltest. Es gibt aber noch viele weitere Kriterien, die auch Einfluss auf die Qualität der Bohne nehmen und am Ende darüber entscheiden, ob es sich am Ende um qualitative und gute Kaffeebohnen handelt oder eben nicht. Was Du aus den genannten Punkten mitnehmen solltest, ist, dass nicht nur die Bohnensorte und das Anbaugebiet ausschlaggebend für den Geschmack sind, sondern noch viele weitere Faktoren, wie zum Beispiel die Art der Röstung, Einfluss auf den Geschmack nehmen. Gute Kaffeebohnen sind eben nicht nur aufgrund ihrer Herkunft oder aufgrund des Emblems „Arabica“ gute Kaffeebohnen.



Beste Kaffeebohnen Test

Gute Kaffeebohnen online kaufen – aber wieso?

Gute Kaffeebohnen kann man häufig an Orten finden, an welchen man diese gar nicht erwartet hätte. Sei es in einem ganz kleinen Kaffeefachgeschäft oder Cafe, welchen man zuvor vielleicht gar nicht wahrgenommen hat, oder eben im Internet. Online hat man eine große Auswahl und kann sich ganz bequem von zuhause aus über das gewählte Produkt und herausfinden, ob es sich wirklich um gute Kaffeebohnen handelt oder nicht. Des Weiteren gibt es im Internet häufig Angebote, welche die Preise aus den Supermärkten unterbieten.

Wenn Du auf der Suche nach ausgefallenen Kaffeebohnen bist, dann hast Du häufig das Problem, dass im Supermarkt nur die großen Marken verkauft werden. Im Internet findest Du neben bekannten Marken auch gute Kaffeebohnen aus kleinen und unbekannten Röstereien. Deshalb solltest Du mal einen Blick auf das Angebot von Amazon und Co werfen. Am Ende des Tages wirst Du es bestimmt nicht bereuen.


Fazit: Gute Kaffeebohnen finden mit System

Anfangs hast Du Dir vielleicht gedacht „Wie soll ich bitte gute Kaffeebohnen von schlechten unterscheiden?“. Mit diesem Artikel hoffen wir von Espressomaschinen Ratgeber Dir weitergeholfen zu haben. Damit Du nun weißt nach welchen Kriterien die Qualität von Kaffeebohnen beurteilt werden kann. Damit fällt Dir das Aussuchen der richtigen Bohne beim nächsten Einkauf hoffentlich leichter und Du kannst die richtige Bohne für Dich finden; und zwar mit System!