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Espresso und Kaffee – Worin liegt der Unterschied?


Wie Du vielleicht bereits weißt, gibt es zwei große Kaffeebohnensorten: Arabica und Robusta. Eine spezielle Kaffeebohnensorte für Espresso oder „normalen“ Kaffee existiert nicht. Somit wird sowohl für die Espressozubereitung als auch für die Kaffeezubereitung auf ein und dieselbe Bohnensorte zurückgegriffen. Ob am Ende Kaffee oder Espresso in Deiner Tasse landet, liegt an der Art der weiteren Verarbeitung. Im Folgenden wollen wir von espressomaschinen-ratgeber.de näher auf den Unterschied zwischen Kaffee und Espresso eingehen.


Woher stammt eigentlich Espresso?

Bevor wir jedoch auf die Unterschiede zwischen Espresso und Kaffee eingehen und die Besonderheiten des Espressos erläutern, solltest Du wissen, wo der Ursprung des Espressos liegt. Der Ursprung des Espressos liegt in Italien – genauer in Mailand um das Jahr 1900. Dort wurde Espresso anfangs nur mit Wasserdampf zubereitet und lediglich auf Wunsch an Tresen dortiger Bars ausgeschenkt. Zwar ist diese Art der Kaffeezubereitung schneller als das Kochen normalen Kaffees, dennoch hat der Name „Espresso“ (auch oft fälschlicherweise „Expresso“ genannt) nichts mit schneller Zubereitung zu tun. Der deutsche Begriff „Espresso“ leitet sich aus dem Italienischen „espresso“ ab. Dies ist das ist das Partizip Perfekt Passiv des italischen Wortes „esprimere“, was mit „ausdrücken“ übersetzt werden kann. Hier schließt sich wieder der Kreis zu dem Ursprung des Espressos in Bars, denn als „espresso“ wurde ursprünglich ein Gericht bezeichnet, welches „ausdrücklich“ für den Gast zubereitet wurde – also der ursprüngliche Espresso.

Da Espresso seinen Ursprung in Italien hat, ist dieser gerade dort und im südlichen Europa sehr verbreitet. Dies geht sogar so weit, dass in manchen Ländern, wie Italien, Portugal oder Spanien, Espresso häufiger konsumiert wird als Kaffee. Dies zeigt sich auch darin, dass man dort einen Espresso bekommt, wenn man sich nichtsahnend einen „Kaffee“ bestellt.


Die Röstung – Welche Folgen ergeben sich?espresso unterschied

Da Du nun weißt, woher Espresso stammt, stellt sich nun die Frage, was eigentlich Espressobohnen von Kaffeebohnen unterscheidet. Wie Du bereits erfahren konntest, kann der Unterschied ja nicht in der Bohnensorte liegen, da bei beiden Kaffeespezialitäten auf eine und dieselben Sorten zurückgegriffen wird. Der eigentliche und einzige Unterschied liegt in der Röstung der Kaffeebohnen. Espressobohnen werden nämlich länger geröstet als Kaffeebohnen. So liegt die Röstdauer bei Espressobohnen bei ca. 18 Minuten, wohingegen Espressobohnen lediglich ca. 13 Minuten lang geröstet werden. Die Röstung an sich läuft dabei jedoch völlig homolog ab. Durch die längere Röstung der Espressobohnen werden diese dunkler und glatter als Kaffeebohnen. Des Weiteren entsteht – bedingt durch die längere Röstdauer – ein typisches Röstaroma, welches mit voranschreitender Zeit immer bitterer wird. Außerdem verlieren Espressobohnen durch die längere Röstung einen erheblichen Säureanteil im Vergleich zu Kaffeebohnen. Das hat zur Folge, dass Espresso wesentlich magenschonender als „normaler“ Kaffee ist.


espresso unterschied

Die Zubereitung

Ein weiterer Unterschied zwischen Espresso und Kaffee liegt in der Zubereitung. Hierbei sind vor allem zwei Faktoren unterschiedlich:

  • der verwendete Druck
  • die Temperatur

Nachfolgend erläutern wir beide Unterschiede genauer.


Der Druck

Da Espresso mit einer sogenannten Siebträgermaschine hergestellt wird, ist ein hoher Druck unabdingbar. Wie sich am Namen der Espressomaschine erkennen lässt, besitzt diese einen Siebträger mit Sieb. In diesen wird das Espressopulver (optimal wäre frisch gemahlen) gefüllt und anschließend mit einem Gewicht von ca. 14 bis 16 Kilogramm zusammengepresst. Dadurch, dass das Pulver nun stark verdichtet ist, wird ein Druck von ca. neun Bar benötigt, um das Wasser durch das Kaffeepulver zu pressen. Da bei normaler Kaffee Zubereitung das Kaffeepulver nicht zusammengepresst wird, ist kein besonders hoher Druck nötig.

Die Temperatur

Neben dem Druck ist auch die benötigte Temperatur unterschiedlich. Für die Zubereitung eines Kaffees werden ca. 92 bis 96 Grad Celsius benötigt, wohingegen bei der Espressozubereitung ein Temperatur von ca. 88 bis 94 Grad Celsius genügt.

Um ein optimales Espressoerlebnis zu haben, sollte man – gemäß der Empfehlungen von Kaffeemaschinen-Vergleich – eine Tasse mit dicken Wänden verwenden, welche zugleich ein Fassungsvermögen von 40 Millilitern besitzt und vorgewärmt ist. Um das Erlebnis abzurunden wird sehr häufig neben dem Espresso ein Glas Wasser serviert und Zucker, welcher in den Espresso nach belieben zugegeben werden kann.